Mein Leben in 23 Kilo

Das es schwer sein würde für ganze elf Monate ein Koffer zu packen, war mir durchaus bewusst aber dass es einen über mehrere Tage begleiten würde und zur Weißglut bringt, damit habe ich nicht gerechnet.

Anfangs habe ich mich erfolgreich um die Thematik des Kofferpackens gedrückt. Denn ganz ehrlich? Ich hasse Koffer packen. Auch wenn ich nur für einen zweiwöchigen Urlaub packen muss, löst das bei mir immer Schweißattacken aus und das jetzt auch noch für elf Monate? Um Gotts Willen. Bis Dienstag habe ich es dann geschafft, mich erfolgreich darum zu drücken aber irgendwann musste ich anfangen. 

Mein Plan war folgender: erstmal alles an Klamotten und Co. hinlegen, was ich gerne mitnehmen würde und danach gucken, wie der Haufen aussieht und ob dieser wirklich so groß sein muss. Bis dahin, hat auch alles gut funktioniert. Unser gesamtes Bett war nun mit Klamotten und Co. bestückt und ich stand davor und wusste, dass das definitiv zu viel ist. Ich liebe Kleider und Röcke aber sind wirklich 8 Kleider und 6 Röcke notwendig? Vermutlich nicht. Das aussortieren begann und ehrlicher Weise? Bis dahin fiel es mir sogar leicht. Denn ich konnte wirklich erkennen, dass so viel nicht notwendig ist. Zumal es nach Amerika geht und ich vermute, es ist nur eine Vermutung aber irgendwie glaube ich, dass man dort auch shoppen kann. 

Nachdem Aussortierungsmarathon gab es erstmal Kaffe und Kuchen. Das war schließlich verdient und danach zeigte ich meinen Stapel an Klamotten stolz meinen Mann. In der Hoffnung es würde alles passen und da er wirklich gut im Koffer packen ist, haben wir angefangen alles einzuräumen. 

Als wir gestartet haben, dachte ich noch: „Oh Gott… das wird niemals alles reinpassen“ aber, ich wurde eines Besseren belehrt. An Platz hat es nicht im Koffer gemangelt. Der war mehr als reichlich vorhanden. Das Gewicht wurde uns zum Verhängnis. Das erste Mal wiegen ergab doch wirklich über 25kg. Da mussten wir also nochmal ran. Was kann raus? Was muss auf jeden Fall im Koffer bleiben?

 Winterschuhe brauch ich erstmal nicht. Die müssen dort gekauft werden. Eine Regen- oder Winterjacke habe ich sowieso nicht wirklich (die jedenfalls dem Wetter in Binghamton standhält) und eine Übergangsjacke reicht auch. Es müssen nicht zwei sein. Ob das schon 2 kg sind? Bestimmt nicht. Also blieb letzten Endes anstatt fünf Kleider und vier Röcke zum Beispiel nur zwei Röcke und ein Kleid übrige. Ich liebe Kleider zwar aber im Gegensatz zu einer Jeans, kann man diese nur einmal tragen und es mussten Prioritäten gesetzt werden. Wenn ich eine genaue Packliste interessiert, lass es mich wissen. Vielleicht mache ich eine.

Das ganze Leben für die nächsten 11 Monate in 23 Kilo und 8 Kilo Handgepäck unterzubekommen ist wirklich keine einfache Sache. Nachdem wir dann am Dienstag irgendwann aufgehört hatten, weil wir einfach müde waren und keine Lust mehr hatten, ging es am Mittwoch weiter. Bis wir endlich auf das Gewicht kamen und sogar unter 23 Kilo geblieben sind. Aber ich sage, das war ein richtiger Kampf. Es hat aber alles gepasst. Wenn auch nicht ganz so wie ich mir das gewünscht hätte, weil ich gerne ein paar mehr Sachen mitgenommen hätte aber letztendlich gelang es mir mit der Hilfe von Robert mein Leben in 23 Kilo unterzubringen. Dafür musste ich aber auf ein paar Dinge verzichten, die ich mir dann in Amerika kaufen werden. But that´s okay. Schließlich werden die dort bestimmt auch schöne Dinge haben.

1 comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.