Ankunft in Amerika und die Weiterreise nach Binghamton

In meinem letzten Beitrag habe ich bereits darüber berichtet, wie die Anreise mit dem großen Flieger gewesen ist aber wie die erste Nacht im Land der unendlichen Möglichkeiten gewesen und die Weiterreise an meinen Platzierungsort gelaufen ist, habe ich dir noch nicht erzählt. Das werde ich jetzt nachholen.

Ganz im American Style – nicht – höre ich beim Verfassen diesen Beitrages Finch Asozial. Jetzt aber zum Thema: die Ankunft und Weiterreise. Wir sind am Flughafen Washington Dulles International Airport angekommen und mussten dann alle nochmal durch eine Kontrolle. Wie ich halt so bin, hat es mir davor schon ein bisschen gebammelt. Was wenn der Beamte schlechte Laune hat und mich nicht einreisen lassen möchte. Natürlich habe ich mir umsonst Sorgen gemacht und hatte einen völlig entspannten Bearbeiter erwischt. Er wollte nur wissen, ob ich irgendwas anmelden möchte. Sprich, ob ich etwas in die USA einführe, was anmeldepflichtig ist und jap.. ich wollte meine Haribobären anmelden und der Beamte hat mich angeschaut und einfach nur gelacht. Man lerne, Haribobären müssen nicht angemeldt werden aber ich war mir halt unsicher und Vorsicht ist besser als Nachsicht. Nachdem ich meinen ersten Strike hatte und nach wenigen Minuten in den USA den ersten bereits zum Lachen gebracht habe, konnte ich weitergehen und meinen Koffer suchen.

Jolin und ich nachdem wir unsere Koffer gefunden haben

Dieser kam auch glücklicherweise an. Das war an dem Punkt erstmal das Letzte was mir Sorgen gemacht hat. Hin und wieder geht der ein oder andere Koffer schon mal verloren aber zum Glück nicht meiner. Dafür war er demoliert… Nach nur einem Langstreckenflug und er hat schon etwas gelitten… Naja. Bis zum Rückflug ist jetzt zum Glück noch Zeit.

Wir wurden direkt von Max, dem Hauptansprechpartner für uns von CBYX, empfangen und dann hieß es erstmal warten oder für uns aufgeregte und bestimmt auch übermüdete young professionals: quatschen, quatschen und quatschen. Ich habe auch kurz über WhatsApp Zuhause angerufen und gezeigt, dass ich alles überlebt habe und dann konnte die Familie daheim beruhigt schlafen gehen. Nachdem Max sich dann um alle Teilnehmer:innen gekümmert hatte, die direkt weitergeflogen sind, waren dann wir an der Reihe. Die, die erst am nächsten Tag die Weiterreise antreten würden und noch eine Nacht im Hotel verbringen durften.

Begrüßt wurden wir dann mit sehr trockener Luft und einem Gewitter in weiterer Entfernung. Zum Hotel konnten wir leider nicht laufen. Das Hotel war zwar quasi einmal gerade rüber auf der anderen Seite aber der direkte Weg war komplett zugebaut, weswegen konnte man halt nicht einfach durchlaufen. Also mussten wir wieder auf ein Shuttle warten. Beim dritten Mal hatten Jolin (auch eine Teilnehmerin) und ich es dann auch in das Shuttle geschafft und waren endlich auf dem Weg ins Hotel. Nach dieser langen Strecke, der Zeitverschiebung und der Tatsache, das man durchgeschwitzt war, da man sich natürlich einige Sachen übergeworfen hatte um Gewicht im Koffer zu sparen, wollte ich alles nur noch loswerden und duschen.

Auf mit dem Shuttle zum Hotel. Findest du mich?

Untergebracht waren wir in einem Mariott Inn, das ist eine Hotelkette, die mir nichts sagt und ich deshalb einfach mal vermute, dass es diese Kette in Deutschland nicht gibt. Solltest du aber mal in den USA sein, das Hotel war sehr schön und es hatte sogar einen Pool. Kleiner Spoiler: wir haben es nicht geschafft diesen auszuprobieren.

Nachdem Jolin und ich eigentlich in getrennten Zimmern gewesen wären aber Max uns erlaubt hat Zimmer zu tauschen, haben wir das kurzerhand einfach mal gemacht. Danach sind wir auch nur kurz ins Hotelrestaurant und haben uns dann ins Bett begeben. Jolin musste auch bereits wieder sehr früh aufstehen, da ihre Weiterreise um 03:30 Uhr los ging (amerikanische Zeit). Ich musste drei Stunden später los und hatte deshalb noch Zeit. Aber dann war es endlich soweit: die Weiterreise nach Binghamton begann! Gemeinsam mit Jenny (sie ist in der Nähe von Binghamton platziert) wurden wir dann von Daniel (CBYX) zum Busbahnhof von Washington gebracht. Da er für alle verantwortlich war, die mit dem Bus oder Zug weiterreise mussten und das mit uns nur insgesamt zwei Gruppen waren, hatte er Zeit. Netterweise gab er uns ein kleines Frühstück (Cookie und Croissant) aus und dann hieß bye, bye Washington. New York City wir kommen.

Die Fahrt von Washington war super entspannt. Nach einer kurzen geplanten Pause sind wir dann auch super pünktlich in New York City angekommen. Hier wollten wir uns eigentlich etwas zu essen holen aber bis auf einen Laden in dem man nur Chips kaufen konnte, gab es nichts. Die Bäcker etc. hatten alle geschlossen. Was wir nicht wussten, wir hätten nur einmal rausgehen müssen und wären dann direkt an einer Fressmeile rausgekommen. Mit unseren dicken Koffern war uns das aber nichts und deshalb sind wir dann die bereits verspätete Reise nach Binghamton ohne Proviant angetreten. Diese Fahrt war dann leider nicht mehr ganz so entspannt, weil unser Busfahrer wirklich schlechte Laune hatte…

Jenny und ich auf dem Weg zum Busbahnhof

Es fing alles damit an, dass irgendwelche Passagiere telefoniert haben und ich kann verstehen, dass das als Busfahrer unangenehm ist. Nachdem das Thema dann geklärt war, hat er auf einmal angehalten und die Box von zwei Mädels (die aus gewesen ist) aus dem Handgepäck genommen und auf den ersten Sitz bei sich gelegt. Ganz ehrlich, wir mussten uns alle das Lachen verkneifen, weil niemand etwas gehört hat. Respekt was der Mann für ein Gutes gehört hatte. Das nächste Problem ließ aber nicht lang auf sich warten. Eine schwangere Frau, die auch Erbrochenes auf sich hatte, wollte einsteigen. Diese hat er auf Grund des Erbrochenen nicht einsteigen lassen und die Schwester, die bereits mit uns in New York City eingestiegen ist, fand das natürlich gar nicht lustig. Diese hat dann den Bus nach einer Diskussion verlassen. Die Verspätung wurde immer größer und danach gab es tatsächlich einen weiteren Halt mitten auf dem Freeway. Jemand war der Meinung nicht seine Maske tragen zu müssen und der Busfahrer war drauf und dran die Polizei zu rufen, bis der Herr endlich wieder seine Maske aufsetzte und wir endlich weiterfahren konnte.

Leider waren wir danach an der Reihe. Jenny und ich haben es tatsächlich gewagt uns in einer normalen Lautstärke miteinander zu unterhalten. Nachdem er uns dann angemeckert und gedroht hatte, uns rauszuschmeißen ging die Fahrt tatsächlich ohne Probleme weiter. Danach haben wir uns beide aber quasi nichts mehr getraut. Ich habe mich schon wie ein Verbrecher gefühlt, wenn ich etwas getrunken habe… Oh man. Das war ein Erlebnis am zweiten Tag in den USA. Diese Fahrt werden wir beide glaube ich so schnell nicht vergessen.

Mit einer Verspätung und dem Faktor das wir seit 8 Uhr nichts gegessen hatten und es mittlerweile nach 19 Uhr gewesen ist, wurden wir von unseren Host Familien empfangen und waren nun endlich in Binghamton angekommen.

Jetzt kann das Abendteuer richtig beginnen.

Sicht auf New York City aus dem Bus

Falls du noch mehr Einblicke möchtest, ist hier mein Video von meiner Ausreise.

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